ABSTURZ ALITALIA DC-9-32
Am 14. November 1990 stürzte die Alitalia DC9-32, I-ATJA, beim Landeanflug auf den Flughafen Zürich in den Stadlerberg. Alle 46 Passagiere kamen bei diesem Unglück ums Leben.

Alitalia, DC-9-32, cn 47641/746, I-ATJA, Name "Sicilia"
Was war Passiert:
Die DC-9-32 war als AZ404 aus Italien kommend in Richtung Zürich unterwegs. Der Anflug verlief ereignisslos und normal. Zu diesem Zeitpunkt ahnte keiner an Bord, dass den Piloten ein fataler Fehler unterlaufen ist. Sie waren zwar auf der richtigen Anflugachse zur Piste 14 des Flughafens Zürich-Kloten, nur eben 300 Höhenmeter zu tief. Einer der beiden Höhenmesser zeigte falsche Werte an - und der Captain entschied sich fatalerweise dafür, das zweite, korrekte Angaben liefernde Gerät auszublenden. Ob der Copilot etwas geahnt hat? Wenige Sekunden vor dem Crash leitete er ein Durchstart-Manöver ein, wurde jedoch vom Captain zurückgepfiffen. Eine Verkettung unglücklicher Umstände.
Um 19:11:18 Uhr Lokalzeit kam es im Gebiet Surgen südlich des Dorfkerns von Weiach zum Zusammenstoss mit dem Terrain. Bäume splitterten. Das Flugzeug wurde zerrissen. Ein Feuerball stieg zum Himmel. Das Inferno. Innert weniger Sekunden starben alle 46 Menschen, die an Bord waren.
Längst herrscht wieder business-as-usual. Der Wald ist wieder über die von der Maschine geschlagene Schneise gewachsen. Nur ein schlichter Gedenkstein und ein Holzkreuz an einer Forststrasse im Wald oberhalb der Verbindung Weiach-Raat erinnern die Nachwelt an das Unglück.

Schlussbericht der Eidgenössischen Flugunfall- Untersuchungskommision